Photo Finish beim Transviamala

Transviamala_finish_2012

Transviamala Finish 2012

Am 21. Oktober ist es wieder soweit. Bei schönstem Herbstwetter treten wir an zum Transviamala. 19 Kilometer führen zuerst durch die enge Schlucht, später entlang der sonnigen linken Schamser Talseite (Laufrichtung) bis nach Andeer und in einer Schlaufe über eine knackige Schlusssteigung schliesslich ins Ziel hinunter zu den Pizokels und feinen Kuchen in Donat. 2011 sind Linus und ich zusammen innerhalb einer Sekunde ins Ziel gelaufen, nachdem wir den Lauf unterschiedlich angegangen sind. Jugendlich ungestüm („es hät solangs hät“) traf auf Routine. Offenbar führen beide Strategien ins Ziel.

Dieses Jahr beschliessen wir, den ganzen Lauf zusammen zu laufen, falls nichts dazwischen kommt. Wir können sogar ab und zu plaudern. Bei Kilometer 3-5 können wir sogar ausgiebig plaudern –  im Aufstieg in der Schlucht gibt es einen sehr langen Stau. Über 15 Minuten für einen Kilometer zeigen unsere Uhren an. An diesen Stellen staut es immer, vielleicht hat die Streckenänderung wegen Steinschlags den Stau noch grösser werden lassen. Aber das kann halt bei Alpenübergängen passieren. Wir behalten unsere gute Laune und haben danach noch genügend Gelegenheit intensiv zu laufen. Die Passage vor und durch Andeer geniessen wir, der steile Schlussanstieg in der warmen Herbstsonne ist auch dieses Jahr schweisstreibend. Den letzten Kilometer führt die Route steil bergab nach Donat. Linus kann sein Downhill Tempo etwas zügeln, so dass wir versuchen, zeitgleich zu finishen. Linus erklärt mir beim Schlussspurt, wie g… es wäre, wenn zwei zeitgleiche Resultate das System von Datasport crashen würden (déformation professionnelle…). Wir schaffen es nicht ganz, am Ende trennen uns 0,1 Sekunden.

Nach der Dusche geniessen wir das feine Essen. Dabei wird das spezielle und konsequente Konzept von „Transviamala“ spürbar. Das Essen, die Preise, selbst das Startsignal mit der Tiba (eine Art Gebirgsvuvuzela), alles ist etwas anders bei diesem Lauf. Die Läufer erhalten einen Leinensack als Transportbeutel. Statt all der Gutscheine und Powerriegel erhält man seinen Preis in einem Leinentüchlein verpackt. Dieses Jahr eine Bündner Wurst, Brot und Alpkäse. Sehr sympathisch. Zudem besteht eine Beschränkung in der Anzahl der Läufer, so dass man den Lauf durch die Schlucht auch geniessen kann.

Ein Photofinish war es nicht ganz, aber 2 weitere zufriedene Läufer sind im Ziel.

Comments 1

  1. Gratulation zu deiner Leistung. Wir hatten dies mit dem gemeinsamen Zieleinlauf auch mal probiert. Leider hat es bei uns auch nicht wirklich geklappt.

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