Kodiak 2X – Fishing is not enough! [Final]

Regen 2X [Final 27.12.2012]

Silver Salmon from American River

Irgendwann trifft es jeden. Während vieler Reisen hatten wir meist Wetterglück. Nun aber das. Die erste Woche mit dem Kajak verlief wie geplant. Danach kam ich Genuss von Alaskas ‚liquid sunshine‘. Es regnete und regnete, mal senkrecht, mal fast waagrecht. Die ersten Tage konnte ich noch bei vernünftigen Verhältnissen fischen und campen. Danach stiegen die Pegel und bei mir die Gewissheit, dass es halt nicht immer so läuft wie immer.

Reisebericht

Aufgrund der Windverhältnisse führt der Flug nahe am Nordpol vorbei, im Norden von Grönland ist der Blick für kurze Zeit frei, ansonsten versperrt eine dichte Wolkendecke die Aussicht. Landung in Anchorage, gleich weiter nach Homer. Dort erledige ich den Einkauf für eine Woche und lege mit Allison die Abfahrt für den Kajaktrip fest. Homer ist ja nicht gross, aber ohne Auto ist das fast nicht zu machen. Das macht selbst dem Läufer keinen Spass. Ich organisiere gleich mal ein Auto für meine Rückkehr, so dass ich dann mobil bin. Da ich in der Tutka Bay an zwei verschiedenen Orten mein Lager habe, muss ich mich etwas einschränken. So kommen nur eine leichte Fliegenrute und 2 Spinnruten mit. Die eine Spinnrute schätze ich so ein, dass sie auch einem stärkeren Fisch standhalten sollte. Ich will ja vom Kajak aus fischen, „der alte Mann und das Meer“ lässt grüssen. In Tat und Wahrheit handelt es sich bei der Rute in etwa um „besseres Hechtgeschirr“. Die Fischer in Homer hätten dafür maximal ein müdes Lächeln übrig.

Homer Spit

Homer Shop

Den ersten Abend verbinde ich mit einem langen Spaziergang, Homer ist wie ausgestorben um diese Jahreszeit. Ich finde aber ein gutes Lokal mit italienischer Küche. Am folgenden Mittag treffe ich am Hafen Alison, 5 Minuten später bin ich, mein Material und ein feines Seekajak (deutsch für ’seakayak‘, also fürs Meer erfunden und gebaut) auf ihrem Boot verstaut und wir fahren in Richtung Tutka Bay. Während der Fahrt besprechen wir den Abholpunkt und die Zeit, der Rest ist Smalltalk. Keine Frage zu meiner Ausrüstung oder zu meinen Kajak- oder Outdoorkenntnissen. Das wundert mich etwas, ist aber kein Problem. Und wenn, wäre es meines. Während der Einfahrt in die Tutka Bay sehe ich die ersten Robben, Seeotter und Adler. Allison, die von ihrer Tochter begleitet wird (homeschooling…), lädt mich in einer Bucht ab, und schon bin ich alleine. Das ist immer ein magischer Moment. Das Flugzeug oder das Boot fährt weg, es wird still, das Abenteuer beginnt. Und darauf habe ich so lange gewartet.

Yurte in Tutka Bay

Ich lasse alles Gepäck am Strand und suche erst mal meine Unterkunft. Nach 2 Minuten finde ich die Yurte im Wald, etwas erhöht auf einem Hügel. Ofen und Brennholz sind vorhanden, ein Tisch und genügend Liegeplätze für vier Personen. Kurze Zeit später paddle ich los, dabei halte ich mich nahe an der Küste auf. Noch ist mein Respekt gross. Das kalte Meerwasser und die Wind-, Wellen- und Gezeitenverhältnisse sind nicht zu unterschätzen. Ich geniesse den Sonnenschein und mache eine Erkundungstour in meiner Umgebung. Abends richte ich die Yurte ein und koche mir etwas Feines. Die Müdigkeit nach der Reise lässt mich tief schlafen. Die nächsten Tage verbringe ich auf dem Wasser. Der Radius meiner Touren wird immer grösser, ich fühle mich nun sicher und habe die Gezeiten im Rhythmus, so dass ich die Tide Charts kaum noch brauche. Ich schleppe einige Stunden grössere Löffel, Squids, etc. Aber selbst mit langsamem Paddeln komme ich wohl nicht in die Tiefen, wo es wohl viele Fische hat. Ich beende die Versuche, ist ja auch nicht so spannend. Vom Kajak aus werfe ich nun Spinnköder aus und lasse sie absinken. In der Nähe von Steilküsten habe ich sofort und regelmässig Black Rockfish am Haken, zwei davon behalte ich. Sie schmecken frisch gebraten herrlich, frischer geht’s nicht. Am vierten Tag fange ich zunächst einen Baby Lingcod, der etwa 65 cm lang ist. In dieser Grösse sehen sie noch nicht so grimmig aus, ich setze ihn zurück, damit er auch gross und grimmig werden kann. Eine halbe Stunde später habe ich einen kräftigen Biss auf einen Gummifisch. Es scheint etwas Grösseres zu sein, Wellen und Wind nehmen auch etwas zu. So lasse ich mich in der Bucht herumziehen, bis der Fisch endlich ermüdet. Beim Drill zeigt sich, dass eine Hechtrute eben für Hechte gemacht ist und nicht für Halibut! Ich habe grosse Mühe, Kajak und Fisch zu kontrollieren. Es ist kein Riese (zum Glück), aber so etwa 40 Pfund wird der Halibut haben. Bis ich ihn releasen kann, bin ich komplett nassgespritzt. Sicheres Sitzen im Kajak ist Voraussetzung für solche Spielereien, dennoch bin ich froh, dass Fisch, Material, Kajak und ich am Ende wieder am richtigen Ort sind.

Tutka Lagoon

Tutka Bay

Interessant ist auch die Tutka Bay Lagoon. Ein schmaler Durchgang führt bei steigender Flut in die Lagoon, bei auslaufender Flut paddelt man wieder bei flottem Tempo hinaus. In die Lagoon fliesst ein schnapsklarer Fluss, in dem Buckellachse laichen. Dazwischen sind die letzten Rotlachse zu sehen. Vor einigen Wochen muss der Fluss voll gewesen sein von Rotlachsen. Ich mache hier einige Versuche, die Fische unter Wasser zu filmen. Immer wieder kontrolliere ich die Ebene: Im hohen Gras und am Fluss hat es viele Bärenspuren. Adler, Fischotter und viele Wasservögel sind zu sehen. Ein Bär taucht kurz auf, es wird der einzige bleiben. Beim Paddeln sehe ich immer wieder Seeotter und Robben, einmal taucht ein Buckelwal auf, der leider schnell wieder verschwindet.

Die ersten Unterwasseraufnahmen. Die Aufnahmen habe ich in der Tutka Bay gemacht. Der Creek in der Tutka Bay Lagoon führt im September schnapsklares Wasser. Es hatte noch einige wenige Rotlachse im Fluss. Um diese zu filmen, hätte ich jedoch einige Wochen früher im Gebiet sein müssen. Aber auch Buckellachse sind spannend zu beobachten. Mit der Qualität des Films bin ich noch nicht ganz zufrieden, es geht doch einiges verloren beim Upload. Zudem kann der Film nur auf Vimeo in HD Qualität angeschaut werden.

 

Nach einigen Tagen wechsle ich meinen Standort und ziehe um in ein Cabin. Dieses erweist sich als praktischer als eine Jurte. Mit seinem Vordach, einem grossen Tisch und grossen Fenstern ist es optimal für mich. Zudem ist die Aussicht hier noch schöner. Obwohl ich weiss, wo das Cabin sein muss, verbringe ich einige Zeit mit suchen. Der Zugang ist vom Meer her nicht zu sehen, so dass ich einige Buchten absuche, bis ich endlich meine Hütte dort finde, wo ich sie zuerst gesucht, aber nicht entdeckt habe. Ich unternehme immer längere Paddeltrips, die schnellen Wechsel von Wind, Wellen und Strömungen mahnen mich aber zur Vorsicht, ein Kentern darf einfach nicht passieren.

Sea Star Cove Cabin

Nach einer Woche werde ich wieder abgeholt. Zufrieden und mit vielen Erlebnissen kehre ich zurück nach Homer. Alleine werde ich einen Kajaktrip im Meer wohl kaum mehr machen, zu zweit aber sofort gerne wieder. Bei einem Solotrip steht das Vermeiden von Risiken stark im Vordergrund, dies schränkt Möglichkeiten ein. Zu zweit sind die Möglichkeiten deshalb vielfältiger. Die Tutka Bay ist ein lohnenswertes Ziel. Im Gegensatz zu anderen Gebieten in Alaska ist die Küste mit den vielen geschützten Buchten sehr gut geeignet, um mit Kajak und Zelt ein paar Tage draussen zu verbringen. Die leichte Erreichbarkeit ist bei einem kürzeren Aufenthalt zudem ein Vorteil.

Mit der Fähre lege ich in der nächsten Nacht los in Richtung Kodiak. Ich rolle meinen Schlafsack aus und schlafe recht gut. Eine Football Mannschaft aus Soldotna ist auch auf der Fähre. Die 16-18 jährigen geniessen die Fahrt und sorgen für eine gute Stimmung. Ab 23 Uhr ist aber Ruhe, ich bin erstaunt. Da es am nächsten Morgen regnet, ist die Ankunft auf Kodiak eher verhalten. Gleich nach der Ankunft hole ich meinen Jeep ab, gehe etwas essen und fahre danach zur Monashka Bay. Von Fish & Game habe ich die Information erhalten, dass dort die Fischerei auf Silberlachs momentan gut sein soll. Gefischt wird von der Mündung an aufwärts bis zu den ersten 2-3 Pools vor der Brücke. Im Fluss hat es einige Aufsteiger. Sobald die Flut ihren Höhepunkt hat und das Wasser wieder abzufliessen beginnt, springen die Lachse in den Pools. Nach meiner Einschätzung ist nun die beste Zeit für Fänge. Ich lande meinen ersten Lachs, wechsle nun auf die Fliegenrute und kann vor dem ersten Pool einen zweiten landen. Das ist ja ein guter Start. Im Hafen von Kodiak City hat es Cleaning Tables, wo ich die Fische filettiere. Danach bringe ich sie zu Island Foods, wo ich sie einfrieren und lagern kann. Die erste Nacht verbringe ich auf dem Buskin Campground, der Regen macht eine Pause, so dass ich den Abend draussen verbringen kann.

Ready for Ferry

Mill Bay Coffee

Am nächsten Morgen regnet es, mein Morgenessen verlege ich ins Millbay Coffee. Noch weiss ich nicht, dass ich dort mehr Zeit verbringen werde, als mir lieb ist. Danach fische ich wieder in der Monashka Bay. Am Nachmittag beginne ich, die klassischen Flüsse des Roadsystems zu befischen. Den Buskin überlasse ich den anderen. Am American River lande ich zwei Silvers. Ich schaue mir noch den Olds und den Russian River an. Die nächsten Tage regnet es mehr oder weniger immer. Während der Wasserstand am Buskin noch ganz gut ist, führen die Flüsse in der Kalsin Bay bereits sehr viel und braunes Wasser. So beschliesse ich, mir den Pasagshak anzuschauen. Dort treffe ich auf einige (für Kodiak Verhältnisse viele) Fischer, aber auch auf viele Lachse. Ich treffe etwa 1 Stunde vor high tide ein und die Lachse schwimmen in grosser Zahl in die schmale, kanalartige Mündung. Immer wieder werden die Fische von Robben verfolgt, diese jagen den Lachsen nach und schwimmen die ersten paar Hundert Meter den Fluss hinauf. Im engen und schnell fliessenden Gewässer wird ‚geflippt‘ und fast alle fangen Fische. Die Silberlachse des Pasagshak sind legendär, es sind wirklich grosse Tiere. Es sind kaum kleinere Fische zu sehen, hingegen hat es Kaliber dabei, die gehörig Schnur abziehen. Ich benutze ESL und versuche auf Empfehlung eines anderen Fischers auch ‚Articulated Flies‘, bei denen der Haken mittels Nylonloop an der Fliege befestigt ist, die daraus entstehende Beweglichkeit ist bei derart grossen Flies von Vorteil. Ich habe damit gute Erfahrungen gemacht, die Haken sitzen immer perfekt. Der Pasagshak ist an der Mündung nicht sehr schön, aber er ist in diesen Tagen der einzige zuverlässige Ort mit einem guten Aufstieg und befischbarem Wasser. Etwa eine Woche später führt auch er braunes Hochwasser. Das sehr triste Wetter lädt nicht zum Campen am Pasagshak ein, so fahre ich den Weg in den nächsten Tagen immer wieder. Mein Jeep erweist sich dabei als sehr durstig. Ich tanke mehr oder weniger täglich. Was der Motor nicht braucht, wird von der Lüftung und Heizung gierig verschlungen…warme Luft halt. Und dann immer wieder der Regen. Ich habe das Campen mehr oder weniger aufgegeben und kann im B&B übernachten, wann immer ich will. In der Kalsin Bay schwappt das Wasser bereits auf die Strasse, schliesslich ist der Pasagshak keine Option mehr. Ich fische nun im oberen Buskin, wo die Verhältnisse im ersten Abschnitt nach dem See vernünftig sind, es befinden sich aber nur wenige Fische im Fluss, so dass Geduld gefragt ist. Im unteren Teil des Buskin versammeln sich jeden Tag einige einheimische Fischer, welche in flachen Zonen den Fischen regelrecht nachlaufen und diese mehr oder weniger mit schwerem Gerät snaggen. ‚Einheimisch‘ ist wohl mit ‚in den Fischfabriken arbeitend‘ gleichzusetzen. Viele dieser Menschen stammen von den Philippinen und scheinen irgendwie nicht in diese Umgebung zu passen.

Salmon FishingCamping KodiakNear Anton Larson RoadKalsin Bay - half Mile from RiverLeaving Kodiak

So langsam zeichnet sich ab, dass dieser Trip nicht optimal verläuft, die Wetteraussichten kündigen noch mehr Regen an. Im Susitna Valley und im Kenai Gebiet ist die Lage bereits dramatisch. Seward ist abgeschnitten wegen einer zerstörten Brücke, Talkeetna muss teilweise evakuiert werden, etc. Gary Barnes in Soldotna (Gary ist Mister Alaskaoutdoorjournal) versorgt mich über seine Webseite: Ich maile ihm meine Fishing Reports und er kommentiert sie mit Informationen zu den Wasserständen und dem Strassenzustand auf dem Mainland. Wir kommen beide zum gleichen Ergebnis: Weg von der Küste! Und das ist in Alaska nicht ganz so einfach. Also buche ich Auto und Rückflug nach Anchorage um. Na ja, das schreibt sich so leicht und ist normalerweise auch kein Problem. Ich will das jetzt nicht im Detail ausführen, aber ich bin ziemlich genervt, bis ich nur schon den Transport der Fische in die Räucherei endlich organisiert habe. Unzählige Telefongespräche mit Alaska Airlines, dem Flughafen Kodiak, der Räucherei („ja, am Wochenende haben wir einen Pikettdienst“….“nein, natürlich nur in der Hochsaison“…“nein, wir haben nichts erhalten“), aber am Ende erreichen meine Fische nach 6 Tagen die Räucherei, immer noch tiefgefroren, es hat alles funktioniert. Ich selber komme nach 3 (wirklich) Startversuchen von Kodiak weg und lande in Anchorage. Mein Gepäck leider nicht. Wegen der starken Winde musste das Startgewicht reduziert werden. Also verbringe ich eine zusätzliche Nacht in Anchorage. Am nächsten Tag um 14 Uhr ist auch mein zweites Gepäckstück eingetroffen und ich fahre los und durch bis zum Gulkana River. Ein ganz schön langes Stück. Aber auch dem guten Wetter entgegen. Beim letzten Tageslicht stehe ich am Gulkana und C&R ein paar Aeschen. Am nächsten Tag fahre ich früh los. Ein spektakulärer Morgenhimmel im Osten, die Herbstfarben um Paxson, das ist Alaska pur. Ich fahre nun auf dem Denali Highway, der wegen der Hochwasser im Westen nicht durchgehend befahren werden kann. Bei den Tangle Lakes bereite ich mir ein gutes Morgenessen, es ist ziemlich kalt, aber trocken. Danach fische ich zwischen den beiden Tangle Lakes sowie den Mündungen der beiden Seen. Ich wechsle schnell auf relativ grosse Nymphen, da fast auf jeden Wurf  Bisse folgen. Mit den grossen Nymphen tut sich der Kindergarten etwas schwerer und ich habe nur noch grössere Fische am Haken. Ich geniesse die Fischerei sehr, ab und zu sehe ich Karibus sowie einige Elche. Es ist kalt und trocken, ein guter Grund, ab und zu eine Kaffeepause einzuschalten. Im Herbst ist diese Landschaft einzigartig, nur sind die Tage halt schon ziemlich kurz.

Along Denali HighwayFishing Tangle LakesFishing Tangle LakesMatanuska RiverMatanuska GlacierAll the way back

Nach einigen schönen Tagen muss ich nun zurück nach Anchorage. Ich habe ein tolles B&B in einem ruhigen Wohnquartier gefunden, ca. 10 Autominuten von Downtown Anchorage entfernt. Die Familie mit ihren 2 Kindern ist sehr beschäftigt, so dass wir uns nur kurz einmal sehen. Ich mache die üblichen Einkäufe bei REI, packe den Lachs und erlebe am Abreisetag zum ersten Mal Anchorage frisch eingeschneit.

Brooks Range

Der Rückflug ist nichts Besonderes. Einzig über der Brooks Range reisst die Wolkendecke auf, die frisch verschneiten Berge sind wunderschön. Ich glaube, das Tal des Noataks zu sehen. Kurz davor den Alatna. Ich geniesse diese Erinnerungen. Die Woche mit dem Kajak war beeindruckend, da war es mir in der einsamen Bucht keine Minute langweilig. Auf Kodiak hatte ich einige schöne Stunden an den Flüssen. Aber es waren zu viele Stunden dabei, die ich lesend im Millbay Coffee verbracht habe, um mich aufzuwärmen und um neue Ideen und Alternativen auszubrüten. Das war entspannend und gehört halt dazu, aber deswegen fliege ich nicht um die halbe Welt.

Alaska reizt mich aber immer noch: Die Brooks Range, der Südosten, und westlich der Bristol Bay waren wir noch gar nie…

Planung OK [Update 20.07.2012]

 

Ich bin bereit, die Planung ist abgeschlossen. Zur Einstimmung kannst du noch eine kleine Vorschau vom Noatak anschauen. Solche Flüsse und Landschaften ziehen uns immer wieder up North. Ich bin schon voller Erwartung, was Kodiak und die Tutka Bay dieses Jahr für Erlebnisse bereithalten.

Das sind einige Eckdaten der Reise:

  • Flug von Zürich – Frankfurt nach Anchorage
  • Weiterflug am gleichen Tag nach Homer
  • Organisieren und einkaufen in Homer – Überfahrt am nächsten Tag zur Tutka Bay
  • Mit dem Kajak 6 Tage unterwegs
  • Überfahrt nach Homer – mit der Fähre nach Kodiak
  • Roadside fishing auf Silberlachse und Dollies, Wanderungen
  • ev. 3-4 Tage zu Harry und Brigid Dodge auf Aleut Island – zu den Kodiak Bären
  • Anchorage (shopping und packen) – Home

Der Kodiak Marathon findet ohne mich statt, er wird 2012 leider eine Woche später durchgeführt. Die Buchungen sind alle durchgeführt, nun ist genügend Platz für die vielen Überraschungen und Situationen, die auf mich warten. Im Juni treffe ich mich mit dem Floater Urs. Er wird mir einige seiner ‚Secrets‘ mit den auf den Weg geben.

Fliegen binden, wieder mal ins Kajak sitzen und die übliche Bereitstellung der Ausrüstung stehen noch an.

Bei den folgenden Anbietern habe ich gebucht.

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[Start] Vorfreude

Im Herbst kann ich wieder einmal in Flüssen stehen, in denen grosse Silberlachse aufsteigen. Die Insel Kodiak ist dafür im Herbst eine Top-Region. Zu dieser Zeit ist es wieder beschaulich (Menschen), fast alle haben ihre Arbeit für den kommenden Winter getan (Bären), einzig in den küstennahen Flüssen ist hoffentlich wieder viel los (Lachse).

Für mich beginnt nun die spannende Zeit der Vorbereitung: Fliegen binden (beim letzten Mal waren vor allem eher kleinere Muster fängig), Flüge buchen, Ideen entwickeln, Kontakte wiederbeleben und knüpfen, lesen, Landkarten und Tide Charts besorgen, etc. Nun neigt man ja dazu, dass man alles wieder so machen will, was beim letzten Mal erfolgreich war. Das ist zwar nicht falsch, aber es kann dazu führen, dass man die Reise immer wieder vergleicht: „Beim letzten Mal war aber…“ Nicht unbedingt meine Vorstellung.

Also muss etwas Neues her. Die Idee ist alt, aber nun soll es klappen. 1 Woche mit dem Kajak entlang der Küste paddeln! Die Abklärungen auf Kodiak ergaben, dass dies dort nicht optimal ist (Ausrüstung, Gebiet, Wetter, Wind). Nun, die Lösung ist gefunden: Die Tutka Bay in der Katchemak Bay in der Nähe von Seldovia. Von Homer aus ist das einfach zu erreichen, die Gegend ist vielversprechend. In Homer ist es zudem einfach, Kajak und Material zu mieten. Tierbeobachtungen im und am Meer und natürlich das ganze ‚to be outdoor‘ werden mich sicher zur Genüge beschäftigen. Nach dem Kajaktrip kann ich zudem die Reise nach Kodiak mit der Fähre fortsetzen, was mich besonders freut. Ich werde also diesen Sommer wieder öfter in einem Kajak sitzen und auf (oder im?) Bodensee trainieren, so dass ich wieder sicher im Boot sitze, auch wenn es mal etwas unruhig wird. Ich bin gespannt, ob ich die Eskimorolle wieder hinkriege; ich hoffe ja sehr, dass ich sie nicht brauchen werde… Im Nordpazifik sind selbst ruhige Tage eine Herausforderung für den Paddler, die Gezeiten mit den dort üblichen grossen Wasserstandschwankungen bringen viel Bewegung und Strömungen in Küstennähe. Und wenn es ungemütlich wird, hat man auf dem Wasser mit einem Kajak nichts mehr verloren. Wir haben diesbezüglich unsere (glücklicherweise guten) Erfahrungen mit einem Motorboot während einer Woche in den Gewässern in SO-Alaska gemacht und dabei viel gelernt.

All diese Dinge werden jetzt geplant und organisiert. [align_right]Map Kodiak 2X[/align_right]

 

Comments 6

  1. Lieber Hans
    Ich bin schon riesig gespannt auf Deine Berichte – die Erfolge, die Misserfolge, die noch zu Hause überschätzten Probleme, die Schwierigkeiten, an die man nie gedacht hätte; das Unerwartete, die Erfolge, und und und – das alles wird Erlebnisse geben, die Du ein Leben lang nie vergessen wirst ! Und genau das suchen wir ja 🙂
    Ich kann’s kaum erwarten, bis Du uns berichtest.

    Liebe Grüsse von einem Fan !
    Urs

  2. Hallo Hannes

    Habe deine Berichte und Filme mit Spannung angesehen. Du hast ja viel Tolles erlebt. Hoffentlich hast du das nächste Mal besseres Wetter.

  3. Hi Hans,
    Thanks for the email and photos. Love the swimming fish! We’ve been dry land training for ski season since October 1st and are waiting for snow. You are missing some great King Salmon fishing off the Spit right now! Good to hear from you.
    All the best,
    ~alison

  4. Hoi Hans, tanti complimenti.
    Um solche Trips unfallfrei zu bewältigen braucht es bestimmt eine seriöse Vorbereitung – und wohl auch einen gehörigen Schuss Glück.
    Nun freuen wir uns auf den Film.

    Erich und Elfi

  5. Lieber Hans !
    Zuerst einmal äs guet’s Nöis und alles Guete für’s nöie Jahr !
    Ich habe Deinen Bericht geradzu verschlungen und bin begeistert !! Vielen lieben Dank hast Du uns daran teilhaben lassen !
    Von einem neuen Abenteuer in der Bristol Bay werd ich Dir wohl im August berichten können 🙂
    Alles Guete und lieber Gruss
    Urs

    1. Post
      Author

      Sali Urs
      ich wünsche dir ein floatiges 2013! Bristol Bay…das fehlt mir leider noch, aber kommt auch noch dran. Ich bin sehr gespannt, was du berichten kannst; die Rainbows werden dich fürchten lernen. Wir werden 2013 wieder einmal eine andere Region dieser Welt besuchen, dazu später mehr. Bis 2014 wird dann aber meine AK-Ausrüstung wieder trocken sein, so dass ich dann von deinen Erfahrungen und Erlebnissen hoffentlich profitieren kann.

      Und wer weiss, vielleicht laufen wir uns dieses Jahr wieder an einem Fischwasser über den Weg.

      PS: Ich habe gewählt – dein Karluk Bericht ist top!
      http://www.fliegenfischer-forum.de/rbwahl12.html

      Liebe Grüsse – Hans

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